PUR – Schaumtechnik

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PUR-Schaumtechnik - RRIM-Technik

Sie können Ihre PUR-Teile ganz einfach bei uns über unser Online-Portal anfragen. Wenn Ihnen das jedoch noch nicht ausreicht und Sie interessiert wie diese Technik funktioniert dann informieren sich hier gerne weiterführend zum Thema „PUR-Schaumtechnik“ in Verbindung mit Edelstahl.

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Was ist PUR-Schaumtechnik – RIM-Technik?

In seiner ausgeschriebenen Schreibweise bedeutet RIM „ Reaction Injection Moulding“ („Reaktions-Injektions-Formen“) und ist ein Herstellungsverfahren für PUR (Polyurethan). Per Definition handelt es sich deshalb um ein Herstellungsverfahren, weil das Polyurethan erst kurz vor der Verarbeitung mittels einer chemischen Reaktion gebildet wird. Man spricht hier im chemischen Fachjargon von einer Polyaddition, weil während des Verfahrens Polyol und Isocyanat zu dem Endprodukt Polyurethan reagieren.

Wie funktioniert die PUR Schaumtechnik?

Die zuvor beschriebene Reaktion zwischen Polyol und Isocyanat findet im sogenannten Mischkopf statt. Es findet erst eine Vermischung und sodann eine Injektion in bzw. auf das gewünschte Werkstück statt. Hierfür ist es allerdings erforderlich, dass sich beide Komponenten in voneinander getrennten Kreisläufen bewegen.

Zunächst werden beide Stoffe (Polyol und Isocyanat) in separaten Kreisläufen mittels Pumpe oder Dosierzylinder in der RIM-Anlage befördert. Ist noch keine Vermengung der Stoffe erfolgt, werden die beiden Komponente in ihrem jeweiligen Kreislauf zurück in den Materialbehälter befördert. Sobald eine Vermischung der Komponente beabsichtigt wird, also eine Injektion erfolgen soll, wird der Steuerkolben des Mischkopfes zurückgezogen. Erst dann treffen beide Stoffe aufeinander und es kommt zur Reaktion und Bildung des Stoffes Polyurethan.

Was macht PUR als Material so interessant?

Generell werden als PUR-Weichschaumstoffe all diejenigen Schäume zusammengefasst, die reversibel verformbar sind. In einigen Branchen ist bereits das erste Nutzenargument bei PUR ein Entscheidungsgrunds. Denn dieser leistet einen wichtigen Beitrag in Punkto Hygiene, da Staub und andere Bakterienträger in den Schaum nicht eindringen können. Währenddessen sorgt gleichzeitig die Porenstruktur dafür, dass viel Luft durchdringen kann. Somit kommt es zu keinen stauen von Wärme und Feuchtigkeit.

Deshalb findet auch keine Übertragungen von Krankheiten über den Schaum statt, was besonders im Gesundheitssektor eine zentrale Rolle spielt. Ebenso haben zahlreiche Untersuchungen ergeben, dass eine Berührung zwischen PUR-Schaum und Mensch keinerlei toxikologischen oder dermatologische Auswirkungen hat, die eine Verwendung von PUR Schaum hätte bedenklich werden lassen können.

Sie können PUR aber auch für die Kälte einsetzen, beispielsweise für das direkte Einschäumen von Plattenwärmetauschern.

Mit der PUR-Schaumtechnik können sowohl homogene Schaumteile hergestellt als auch Edelstahlteile mit Schaum kombiniert werden; So ist es möglich, Edelstahl-Formteile zu hinterschäumen.

Mit PUR-Schaum veredelte Werkstücke eigenen sich durch die gute thermische bzw. akustische Isolation sehr für z.B Türen aus Edelstahl in Operationssälen.

Darüber hinaus kann die Stabilität von Edelstahlplatten bei verhältnismäßig geringer Gewichtszunahme erheblich gesteigert werden.

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Wie kommt PUR – RIM Verfahren bei der INOGS zur Anwendung?

Die von uns verarbeiteten Polyurethan-Hartschäume haben sich mittlerweile in den unterschiedlichsten Branchen bewährt und finden dort Ihre regelmäßige Anwendung.

Denn der Polyurethan-Schaum verfügt über herausragende Dämmeigenschaften und wird daher gern als hochwertige Wärme- oder auch Schalldämmung verwendet. Er findet bei der INOGS GmbH vielfache Anwendung in folgenden Branchen:

  • Pharmazeutische Industrie
  • Lebensmittelindustrie 
  • Medizinsektor / Gesundheitssektor
  • Labore
  • Chemieindustrie
  • Systemgastronomie/Gastronomie
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